Lehrgang 4. Februar 2006
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04.02.2006 |
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Lehrgang Reale Selbstverteidigung mit Jürgen Kestner |
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Nach der Veröffentlichung eines Artikels im DKV-Magazin durch
Roland Hantzsche, der Präsident des Deutschen Karate Verbandes und einem
gemeinsamen Training beim DKV-Tag in Kaiserslautern erwartete ich viele
positive Anregungen vom am 4. Februar 2006 abgehaltenen Lehrgang mit Jürgen Kestner. Was kam, übertraf aber alle Erwartungen: … über 60 Teilnehmer
aus dem Umkreis von 200 km waren begeistert von den Ausführungen des nun
wieder aktiv für den Verband tätigen Selbstverteidigungsexperten. Die
Erfahrungen aus Jahrzehnten beruflicher Beschäftigung mit der praktischen
Anwendung der Selbstverteidigung und die weit fortgeschrittenen Kenntnisse in
den verschiedensten Kampfkunstdisziplinen sind von unschätzbarem Wert für
alle Interessenten an einer realistischen Anwendung. Jürgen Kestner motivierte die Teilnehmer sich von starren
Gedanken und Bewegungsabläufen hin zu schnellen, flexiblen und unter realen
Bedingungen wirksamen Verteidigungstechniken zu entwickeln. Der Wissensbedarf
vor allem auf die Kurze Distanz und für Infight ist immer noch enorm. Was im
täglichen Vereinstraining im Gi und mit einem geneigten Partner noch
funktioniert, ist eben nicht das, was in einer realen
Selbstverteidigungssituation geschieht. Alleine schon der von Jürgen Kestner
mehrfach angesprochene Andrenalinschub unter Stress, blockiert bei Vielen den
Gedanken an einen für den Verteidiger positiven Ausgang der
Konfliktsituation. Trotz der schwierigen, da für uns Karateka weitestgehend
ungewohnten Vorgaben, ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Besonders
die rasche Umstellung bei den anwesenden Danträgern, die das Gros unter den
Teilnehmern bildeten, zeugte vom hohen Interesse am Dargebotenen. Rasche und
einfache Bewegungsmuster auch unter hohem körperlichem Stress und in
ungünstigen Ausgangssituationen waren wesentliche Schulungspunkte, die
begierig aufgenommen wurden. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten wurde am Nachmittag dann
auch der geplante Rahmen spontan aufgegeben und man trainierte in der
Gemeinschaft intensiv ohne Rücksicht auf Alter, Erfahrung oder Graduierung.
Manche Teilnehmer nahmen sogar freiwillig das doppelte Trainingspensum auf
sich, um möglichst viel für die spätere Umsetzung im Training mitnehmen zu
können. Damit war das Ziel der Veranstaltung, die anwesenden Karatetrainer
dazu anzuregen, das Wissen an die von ihnen vertretenen über Eintausend
kampfkunstbegeisterten Schüler in den Vereinen weiterzugeben, mehr als
erreicht. Die Begeisterung aller Trainierenden war weit mehr als bei üblichen
Selbstverteidigungslehrgängen deutlich zu spüren. Aufgrund des sehr hohen Interesses ist für das kommende Jahr
eine noch intensivere und zum Teil aufbauende Veranstaltung mit Jürgen
Kestner in Oberkirch geplant. |
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