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Auf Okinawa galt von jeher der
Grundsatz: “… Voraussetzung dafür, ein guter Karateka zu sein, ist
das Beherrschen der Kobudo-Waffen … “. Auf dem Weg vom
traditionellen Karate zum Sportkarate geriet das Kobudo jedoch mehr
und mehr in Vergessenheit und fristet als weitestgehend abgetrennte
Kampfkunst ein eher ruhiges Dasein.
Die Geschichte des
Kobudo
古武道
beginnt im 15.
Jahrhundert. In dieser Zeit durften weder das Karate (bzw. dessen
Vorläufer), noch der Umgang mit
Waffen öffentlich trainiert werden. Das Tragen von Waffen, sowie der
Handel mit ihnen, waren den Bewohnern der Ryu-Kyu-Inseln strengstens
verboten. So waren sie schutzlos den Übergriffen vagabundierender
Ronin oder den Angriffen von Piraten ausgeliefert. Dies war sicher
ein Grund, weshalb sich die Waffen des Kobudo aus den alltäglichen
Werkzeugen der Bauern und Fischer entwickelten. So entstand das Bo
aus einem Stock zum Tragen von Lasten, das Nunchaku aus einem
Dreschflegel, oder das Eku aus dem Ruder der Fischer.
2010 haben wir im Bushido
Oberkirch e. V. eine separate Kobudo-Gruppe gegründet. Regelmäßig
nutzen wir nun die Gelegenheit, unter Shihan Measara (8. Dan Karate,
7. Dan Kobudo, 7. Dan Aikido) und dessen Danträgern zu trainieren.
Darüber hinaus halten wir seit 2009 Kobudo-Lehrgänge mit dem Jamal
Measara ab und beschreiten damit auch in diesem Bereich Neuland in
Baden-Württemberg.
Mitglieder unseres Kobudo-Teams

v. l. n.
r.: Maren Spraul, Renate Kimmig, Philipp Hensel (ASW), Manfred Zink,
Saskia Müller, Markus Hund, Stephan König
Das Kobudo-Team 1 wird in den Waffen Bo, Tonfa und Sai
entsprechend dem Prüfungsprogramm geschult, das Kobudo-Team 2
nimmt nur sukzessive am Training teil und nimmt erklärterweise nicht
an Prüfungen teil.
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