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Den praktizierenden
Kampfkünstler interessieren im Sinne einer realistischen
Selbstverteidigung die Prinzipien, einen potentiellen Gegner
effektiv außer Gefecht zu setzen. Das Studium des Kyusho Jitsu ist
hierzu äußerst hilfreich.
Bekannterweise zeigt die
Entstehungsgeschichte der japanischen Kampfkünste einen starken
chinesischen Einfluss. Die im Kyusho Jitsu
急所術
gelehrten Prinzipien greifen auf das umfassende Wissen der
Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und deren
5-Elemente-Theorie zurück und nutzen es im Konflikt mit einem
Gegner. Dabei kann man Kyusho Jitsu nicht als eigenständige
Kampfkunst bezeichnen, sondern eher als ein essentielles Wissen, das
allen Kampfkünsten zu Grunde liegt. In China nennt man es
beispielsweise Dim Mak, in Indien Marma Adi.
So
wie Akupunktur und Akupressur mit der Stimulation bestimmter
Körperstellen/ Vitalpunkte eine heilende Intention verfolgen, werden
im Kyusho Jitsu die energetischen und neurologischen Vorgänge des
menschlichen Körpers so beeinflusst, dass eine Beeinträchtigung der
Körperfunktionen die Folge ist. Diese Beeinträchtigung kann sich in
Form von Schmerz, Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust bis hin zum
Verlust des Bewusstseins äußern.
Zum Studium des Kyusho
Jitsu gehört aber keineswegs nur die Seite der negativen
Wirkungsprinzipien, sondern ebenso Wissen von der Linderung
bestehender Beschwerden oder Blockaden bis hin zur Reanimation.
Im Jahre 2009 gründeten wir im Bushido Oberkirch e. V. eine
Kyusho-Jitsu-Trainingsgruppe, zeitgleich wurde die Ausbildung im
Kyusho-Jitsu für Baden-Württemberg (Studienkreis BW) in Oberkirch
zentralisiert und regelmäßig werden Stützpunkttrainings angeboten.
Mitglieder unseres Kyusho-Jitsu-Teams

v. l. n.
r.: Maren Spraul, Jochen Schmieder, Manfred Zink, Renate Kimmig,
Stephan König, Markus Hund
Das Kyusho-Jitsu-Team 1
trainiert regelmäßig und ist Mitglied im Kyusho-Jitsu-Studienkreis
Baden-Württemberg, das Kyusho-Jitsu-Team 2
erlernt die Grundlagen des Kyusho-Jitsu im Vereinstraining.
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