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> … das Geheimnis des Sieges ist, sich selbst und seine Gegner zu kennen …   … wenn zwei Tiger kämpfen, so wird der eine verletzt, der andere getötet werden …   … Karate beginnt und endet mit Höflichkeit …   … er hatte wie die meisten Gelehrten wenig Geldsorgen, das heißt, er hatte sehr wenig Geld, über das er sich hätte Sorgen machen können …   … was man aus den Worten anderer lernt, wird man sehr schnell wieder vergessen; was man mit seinem ganzen Körper gelernt hat, daran wird man sich sein Leben lang erinnern …   … der weise Mann versucht, den guten Eigenschaften, die er an anderen bemerkt, nachzueifern und die schlechten zu vermeiden …   … niemand kann im Karate Perfektion erreichen, bevor er nicht letztlich zu der Einsicht gelangt, dass es mehr als alles andere ein Glaube, eine Lebensphilosophie ist … <
Funakoshi Gichin - Karate-Do

> … das Ignorieren oder Verändern der Grund- und Basistechniken führt zu Fehlern, deren Korrektur in Bezug auf Stellungen, Körperhaltungen, Bewegungsabläufen und Techniken nicht selten die doppelte Zeit in Anspruch nimmt, diese wieder „abzutrainieren“ …   ... der wichtigste Teil beim Budo ist das Rei, die Begrüßung. Sie verleiht der Höflichkeit und dem gegenseitigen Respekt Ausdruck …   ... das Kata-Training ist einer der wichtigsten Aspekte im traditionellen Okinawa-Karate und Kobudo. Man kann sagen, dass es die Seele der Okinawa-Bujutsu (Kampfkunst) ist … <
Jamal Measara - Okinawan Bo-Jutsu

> … der Mönch Tannen pflegte zu sagen: die Menschen werden nicht klüger, weil die Mönche sie nur die Doktrin „keine Gedanken“ lehren. Was als „keine Gedanken“ bezeichnet wird, ist ein Geist, der rein ist und ganz geradlinig denkt …   … alles in der Welt ist nur ein Puppenspiel …   … Reinheit ist etwas, das man nur dadurch gewinnt, dass man Anstrengung auf Anstrengung häuft …   … mit jedem neuen Gedanken sehen wir unsere eigenen Fehler besser …   … im Leben gibt es mehrere Stufen des Studiums … auf der höchsten Stufe siehst du aus, als hättest du von nichts eine Ahnung … aber es gibt eine Stufe, die über diese Stufe hinausgeht. Sie ist die höchste von allen. Auf dieser Stufe bist du dir bewusst, dass du niemals aufhörst, immerzu tiefer in den Weg einzudringen, und glaubst, nie fertig zu sein …    … dein ganzes Leben hindurch gehst du täglich ein Stück auf dem Weg und wirst fähiger als gestern, fähiger als heute. Das hört niemals auf …   … wichtige Angelegenheiten sollten mit leichter Hand behandelt werden …   … ein Mann, der noch niemals geirrt hat, ist gefährlich …   … wer sich auf die Gegenwart konzentriert, bei dem kommt alles ganz von Herzen …   … es heißt: wenn du in das Herz eines Menschen schauen willst, werde krank. Wenn du krank oder in Schwierigkeiten bist, werden viele deiner Freunde sich zurückziehen. Wann immer ein anderer in Schwierigkeiten steckt, solltest du ihn deshalb unbedingt besuchen oder ihm Geschenke schicken. Und du solltest niemals einen Menschen im Stich lassen, der dir einen Gefallen erwiesen hat …   … wenn du in eine missliche oder schwierige Lage gerätst, reicht es nicht, zu behaupten, dass du keine Angst hast. Überwinde deine Angst und stürme tapfer und freudig voran ! Denke an das Sprichwort: je mehr Wasser, desto höher das Boot …   … triff deine Entscheidungen innerhalb von sieben Atemzügen …   … egal was es ist, nichts ist unmöglich. Wer einen starken Willen besitzt, der kann mühelos Himmel und Erde bewegen. Wem es dagegen an Mumm fehlt, der traut sich nichts zu. Himmel und Erde lassen sich ohne Anstrengung bewegen, alleine durch Konzentration …   … Gier, Wut und Dummheit sind etwas, vor dem man sich hüten muss. Wenn Schlimmes geschieht, dann hängt es - genau besehen - immer mit diesen drei Eigenschaften zusammen. Wenn du dagegen das Gute auf der Welt betrachtest, dann siehst du, dass Weisheit, Menschlichkeit und Mut es bewirkt haben … <
Yamamoto Tsunetomo - Hagakure

> … wenn euer Geist leer ist, ist er stets für alles bereit; er ist offen für alles. Im Anfänger-Geist gibt es viele Möglichkeiten, im Geist des Experten nur wenige …   … ihr müsst eurem Weg treu bleiben, bis ihr dann tatsächlich an den Punkt gelangt, wo ihr die Notwendigkeit einseht, alles über euch zu vergessen …   … wir müssen auf dem Weg beharrlich und ausdauernd bleiben. Zen ist nichts Aufregendes, sondern Konzentration auf unsere Verrichtungen des täglichen Lebens. Wenn ihr zu geschäftig und zu aufgeregt werdet, wird euer Geist rau und grob …   … wenn ihr etwas tut, solltet ihr euch vollständig verbrennen, wie ein gutes Feuer, das keine Spuren hinterlässt …   … weil das, was ihr zu erreichen trachtet, immer vor euch liegt, werdet ihr euch immer für ein Ideal in der Zukunft opfern. Am Ende habt ihr gar nichts …   … wenn ihr euch selbst verliert, wird euer Problem für euch ein Problem. Wenn ihr euch selbst nicht verliert, gibt es in Wirklichkeit kein Problem, selbst wenn ihr Schwierigkeiten habt …   … wenn du etwas zu jemandem sagst, akzeptiert er das vielleicht nicht, doch versuche nicht, ihn zu einem intellektuellen Verständnis zu bringen. Argumentiere nicht mit ihm; höre dir einfach seine Einwände an, bis er selbst etwas an ihnen auszusetzen findet…   … bis ihr also stark genug werdet, Mühe als Freude anzunehmen, müssen wir in dieser Bemühung fortfahren. Tatsächlich, wenn ihr ehrlich genug oder direkt genug werdet, ist es nicht einmal so schwer, diese Wahrheit zu akzeptieren …   … wenn ihr etwas durch und durch versteht, versteht ihr alles. Wenn ihr versucht, alles zu verstehen, werdet ihr gar nichts verstehen … <
Suzuki Shunryu - Zen-Geist Anfänger-Geist

> … Führerschaft ist eine Sache der Intelligenz, der Glaubwürdigkeit, der Menschlichkeit, des Mutes und der Strenge …   … gib Unterwürfigkeit vor, um die Arroganz des Gegners anzustacheln …   ... greife an, wenn der Gegner unvorbereitet ist, mache einen Schachzug, wenn er es am wenigsten erwartet …   … jene, die die Schlacht gewinnen, beweisen nicht wirklich höchstes Geschick - jene, die den Gegner hilflos machen, ohne es zu einem Kampf kommen zu lassen, sind die wahrhaft Vortrefflichen …   … es gibt fünf Wege, die erkennen lassen, wer siegen wird. Jene, die wissen, wann sie kämpfen und wann sie nicht kämpfen sollen, werden siegen. Jene, die unterscheiden, wann sie viele und wann sie wenige Truppen einsetzen sollen, werden siegen. Jene, deren obere und untere Ränge die gleichen Ziele verfolgen, werden siegen. Jene, die dem Unvorbereiteten vorbereitet entgegen treten, werden siegen. Jene, deren Generäle fähig sind und nicht von der Regierung behindert werden, werden siegen …   … wenn du die anderen und dich selbst kennst, wirst du auch in hundert Schlachten nicht in Gefahr schweben …   … in Kampf führt das Direkte zur Konfrontation, das Überraschende führt zum Sieg …   … was den Gegner dazu bewegt, sich zu nähern, ist die Aussicht auf Vorteil. Was den Gegner vom Kommen abhält, ist die Aussicht auf Schaden …   … benützt du Ordnung, um der Unordnung Herr zu werden; benützt du Ruhe, um mit dem Tumult fertig zu werden, dann beherrschst du deinen Geist …   … treibe einen verzweifelten Gegner nicht in die Enge …   … die Überlegungen der Weisen schließen immer sowohl Nutzen als auch Schaden ein. Da sie den Nutzen abwägen, kann ihre Arbeit gedeihen, da sie den Schaden abwägen, können ihre Schwierigkeiten überwunden werden … < 
 
Sun Tsu - Die Kunst des Krieges
 
> … wer hastet kommt ins Stolpern … wirklich geübte Leute wirken in allem gelassen und kommen nie aus dem Takt …   … achte gut darauf, dass du - im Alltag wie im Gefecht - immer derselbe bist: offenen Geistes, ohne Umschweife, ohne sinnlose Anspannung, aber auch nicht erschlafft, dass du unbefangen bist in deinem Herzen und von ruhigen Gleichmut, aber dennoch für keinen Augenblick in diesem Gleichmut versinkst …   … es ist wichtig, die Kampfhaltung auch im täglichen Leben zu zeigen und deine normale Haltung sollte die Kampfhaltung sein …   … alles kann zusammenbrechen. Die Familie, der Leib, die Feinde können zusammenbrechen, und zwar dadurch, dass ihre Zeit gekommen ist und ihr Rhythmus in Unordnung gerät …   … sobald du dir in der Schlacht über die Verhältnisse auf der gegnerischen Seite nicht klar bist, tust du so, als wolltest du mit Macht angreifen. Dadurch werden die Pläne deines Gegners deutlich werden …   … auch im Einzelkampf kannst du einen noch so entschiedenen Plan des Gegners dadurch vereiteln, dass du ihm deinen Rhythmus aufzwingst, ihn darin festhältst und, sobald du die Möglichkeit zum Sieg erkennst, ihm blitzschnell zuvorkommst …   … auch in der Schlacht sollte man den Blick auf die wahre, die innere Stärke des Gegners richten. Der durchdringende Blick bedeutet völlige Konzentration auf den Geist des Gegners. Mit dem durchdringenden Blick erkennt man den Zustand des Schlachtfeldes, durchschaut den Fortgang der Schlacht und bemerkt den Verlust eines Vorteils oder einen schwachen Punkt im Schlachtgetümmel. Der durchdringende Blick ist allumfassend und durch nichts abzulenken … <
Musashi - Buch der fünf Ringe

> … dreißig Speichen umgeben eine Nabe: in ihrem Nichts besteht des Wagens Werk. Man höhlet Ton und bildet ihn zu Töpfen: in ihrem Nichts besteht der Töpfe Werk. Man gräbt Türen und Fenster, damit die Kammer werde: in ihrem Nichts besteht der Kammer Werk. … Darum: was ist, dient zum Besitz. Was nicht ist, dient zum Werk …   … herrscht ein ganz Großer, so weiß das Volk kaum, dass er da ist. Mindere werden geliebt und gelobt, noch Mindere werden gefürchtet, noch Mindere werden verachtet. Wie überlegt muss man sein in seinen Worten ! Die Werke sind vollbracht, die Geschäfte gehen ihren Lauf, und die Leute denken alle: „wir sind frei“ …   … was halb ist, wird ganz werden. Was krumm ist, wird gerade werden. Was leer ist, wird voll werden. Was alt ist, wird neu werden. Wer wenig hat, wird bekommen. Wer viel hat, wird benommen …   … wer auf Zehen steht, steht nicht fest. Wer mit gespreizten Beinen geht, kommt nicht voran. Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet. Wer selber etwas sein will, wird nicht herrlich. Wer selber sich rühmt, vollbringt nicht Werke. Wer selber sich hervortut, wird nicht erhoben …   … das Gewichtige ist des Leichten Wurzel. Die Stille ist der Unruhe Herr …   … die Welt erobern und behandeln wollen, ich habe erlebt, dass das misslingt. Die Welt ist ein geistiges Ding, das man nicht behandeln darf. Wer sie behandelt, verdirbt sie, wer sie festhalten will, verliert sie. Die Dinge gehen bald voran, bald folgen sie, bald hauchen sie warm, bald blasen sie kalt, bald sind sie stark, bald sind sie dünn, bald schwimmen sie oben, bald stürzen sie. Darum meidet der Berufene das Zusehr, das Zuviel, das Zugroß …   … wer andere kennt, ist klug - wer sich selbst kennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Kraft - wer sich selber besiegt, ist stark. Wer sich durchsetzt, hat Willen - wer sich genügen lässt, ist reich. Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer - wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt …   … das Edle hat das Geringe zur Wurzel. Das Hohe hat das Niedrige zur Grundlage …   … wer sein Herz an anderes hängt, verbraucht notwendig Großes. Wer viel sammelt, verliert notwendig Wichtiges. Wer sich genügen lässt, kommt nicht in Schande. Wer Einhalt zu tun weiß, kommt nicht in Gefahr und kann so ewig dauern …   … es gibt keine größere Sünde als viele Wünsche. Es gibt kein größeres Übel als kein Genüge kennen. Es gibt keinen größeren Fehler als haben wollen …   … ohne aus der Tür zu gehen, kennt man die Welt. Ohne aus dem Fenster zu schauen, sieht man den Sinn des Himmels …   … wer gut das Leben zu führen weiß, der wandert über Land und trifft nicht Nashorn, noch Tiger. Er schreitet durch ein Heer und meidet nicht Panzer und Waffen. Das Nashorn findet nichts, worein es sein Horn bohren kann. Der Tiger findet nichts, darein er seine Krallen schlagen kann. Die Waffe findet nichts, das ihre Schärfe aufnehmen kann … <
 
   Laotse - Tao te king

> …ein bekannter Lehrer der Fechtkunst sagte einst zu einem Schüler, als dieser die Vervollkommnung seiner Kunst erreichte: „mein Unterricht muss nun der Zen-Lehre weichen“. Zen ist das japanische Wort für dhyana, was das menschliche Bestreben repräsentiert, durch meditative Sphären des Denkens jenseits der verbalen Ausdrucksmöglichkeiten zu gelangen …   … Bushido hat nicht viel vom Wissen an sich. Es wurde nicht als Endzweck verfolgt, sondern als Mittel zur Erlangung der Weisheit …   … das geistige Licht unseres wesentlichen Daseins ist rein und wird nicht vom Willen des Menschen beeinflusst. Spontan entsteht es in unserem Geist und zeigt, was richtig und falsch ist - und wird Gewissen genannt. Es ist das Licht, das von Gott im Himmel ausgeht …   … in Zeiten, in denen Falschheit als Kriegslist galt und einen Teil militärischer Taktik ausmachte, war die männliche, offene und ehrliche Tugend der Aufrichtigkeit ein Juwel, das hell schien und hoch gepriesen wurde …   … schon Konfuzius sagte: bemerken, was recht ist und es nicht tun, beweist Mangel an Mut …   … bushi no nasake, die Zartheit des Kriegers - dieser Ausdruck appelliert an das Edle in uns; nicht, weil die Güte eines Samurai sich von der Güte anderer Wesen unterschied, sondern weil Güte dort nötig war, wo Gerechtigkeit geübt wurde, wo sie nicht ein einfacher Gemütszustand blieb, sondern hinter ihr die Macht zu retten oder zu töten stand …   … die Artigkeit und Zuvorkommenheit im Benehmen bemerkt jeder Fremde als ganz besonderen japanisch Charakterzug. Höflichkeit ist aber nur eine armselige Tugend, wenn man sie bloß übt, um nicht gegen die guten Sitten zu verstoßen …   … ist etwas zu tun, gibt es den entschieden besten Weg, es zu tun, und der beste Weg ist der sparsamste und der anmutigste …   … das Ziel der Etikette ist Folgendes: du musst dein Gemüt so bilden, dass auch der roheste Schurke es nicht wagt, deine Person anzugreifen, selbst wenn du nur ruhig dasitzt … dadurch drückt man die Herrschaft des Geistes über das Fleisch aus …   … sei dir selbst treu. Wenn du in deinem Herzen nicht von der Wahrheit abweichst, werden die Götter dich auch ohne dein Gebet beschützen …   … ein guter Name galt als selbstverständlich, jede Verletzung seiner Integrität wurde als Schande empfunden - und das Gefühl für Schande stellte eines der ersten dar, die in der Erziehung der Jugend gepflegt wurden …   … das Leben eines Menschen ist wie ein langer Weg, den er mit einer schweren Last auf der Schulter gehen muss. Eile nicht …   … die drei Worte, aus denen Bushido sich zusammensetzt, lauten: tsi, dsin und yu und bedeuten Weisheit, Wohlwollen und Mut …   … „er zeigt kein Zeichen von Freude oder Zorn“ war ein gebräuchlicher Ausdruck, um eine starke Persönlichkeit zu beschreiben …   … der Samurai versuchte sich mit einer Festigkeit, die der eines christlichen Märtyrers gleichkam, mit solchen Versen aufzurichten: „kommt nur, kommt herbei, ihr Sorgen, ihr Schmerzen ! Häuft euch auf meinem schon beschwerten Rücken ! Damit mir nicht eine Prüfung erspart bleibt, die zeigt, welche Kraft noch in mir steckt.“ … <
Inazo Nitobe - Bushido
 
 

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